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Museum 'Alte Pfefferküchlerei'

Weißenberg | Museum / Sammlung, Veranstaltungsort

Museum 'Alte Pfefferküchlerei'
August-Bebel-Platz 3
02627 Weißenberg
Tel. +49 35876 40429
Fax +49 35876 40429

EUROPA-NOSTRA-Auszeichnung 1992

Die 'Alte Pfefferküchlerei' in Weißenberg ist europaweit der älteste und einzigste musealgenützte diesbezügliche Handwerksbetrieb.
Als Denkmal der Produktionsgeschichte vermittelt die 'Alte Pfefferküchlerei' einen Einblick in die Lebens-, Arbeits-und Wohnverhältnisse wie auch die sozial-ökonomische Entwicklung eines ehemals weitverbreiteten bodenständigen Handwerkes.

Pfefferküchler-,Lebzelter-,Printen-,Leckerlibäckereien oder wie das Honiggebäck produzierende Handwerk landschaftlich auch genannt wurden, sind durch den Einfluß des Rübenzuckers, der die Anfertigung von weißem Feingebäck ermöglichte, seit dem 19. Jh. durch Feinbäckereien und die Industrie, bis auf wenige Ausnahmen abgelöst worden.

Die 'Alte Pfefferküchlerei' Weißenberg ist europaweit das älteste und einzige museal genützte Denkmal der Produktionsgeschichte des Pfefferküchlerhandwerkes.
Ihre Bausubstanz (Keller) geht auf die Erstbebauung des Marktplatzes der 800 jährigen Stadt Weißenberg zurück. Die nach der Zerstörung der Stadt Weißenberg während des 30-jährigen Krieges im 17. Jahrhundert erbaute Pfefferküchlerei wurde als Familienbesitz bis 1937 betrieben und ging durch ein Legat des letzten Meister Paul Opitz in den Besitz der Stadt Weißenberg über. Am 14. September 1941 fand die Eröffnung des Hauses als Museum im Beisein des Legators statt.
Die 'Alte Pfefferküchlerei' Weißenberg gibt einen Rückblick in die sozial-ökonomische Entwicklung der Arbeits- und Lebensweise eines ehemals weit verbreiteten, bodenständigen, städtischen Handwerkes, das seit dem 19. Jahrhundert von der Feinbäckerei, Industrialisierung und Süßwarenproduktion weitgehend abgelöst wurde.
Das Fachwerkständerhauses mit dem Backhaus mit der aus Holz Stroh und Lehm gefertigten Knüppelesse, unter der sich der altdeutsche Backofen, der Kessel zur Honigbereitung und der häusliche Herd befindet, ist das zugleich das wichtigste Exponat; ebenso wie die original erhaltenen und eingerichteten Handwerks- und Wohnräume. Die Modelstecherei lässt ein klein wenig erahnen, welchen symbolischen und Bildungswert der Bildpfefferkuchen als Festgebäck in den vergangenen Jahrhunderten für alle Feste des Jahres- und Lebenskreislaufes der Bevölkerung hatte. Die Vielzahl der Zutaten und Gewürze lässt auf die Professionalität der Hersteller schließen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag
10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr
Samstag bis Sonntag
14.00 bis 16.00 Uhr

geschlossen Montags und an jedem ersten vollen Wochenende des Monats (außer Dezember)
sowie am 1.1., 24.,25.,26. und 31.12.

Marktansicht
Laden
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