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Mi | 13.09.2017 | 17:00 - 18:00 Uhr

Die Kunst der Reformation

Zittau | Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster | Bildende Kunst, Vortrag

Die Städtischen Museen Zittau bieten ausstellungsbegleitend zur großen Sonderschau „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ eine Vortragsreihe an, die einzelne Aspekte der Ausstellung genauer beleuchtet. So wird es Vorträge zu den Zittauer Familiennetzwerken, zur Kunst der Reformationszeit, zur Reformation in Schlesien geben, aber auch die Gegenreformation in der Oberlausitz, Ablasshandel und Totenbräuche werden behandelt.

Die Reihe widmet sich am 13.9., 17 Uhr dem Thema „Kunst der Reformationszeit“.

Die Vorstellung, dass eine lutherische Kirche am weitgehenden Fehlen von Bildern zu erkennen sei, ist noch immer verbreitet. Mindestens bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war jedoch das Gegenteil der Fall: Lutherische Gotteshäuser zeichneten sich durch eine ausgesprochene Vielfalt bildlicher Darstellungen aus. In der Oberlausitz gibt es dafür zahlreiche Beispiele. Außer an Altären, Kanzeln und Taufsteinen konnten auch auf Emporen, Epitaphien und Grabsteinen Bilder zu finden sein. Der Vortrag von Kai Wenzel, Kurator am Kulturhistorischen Museum Görlitz, gibt einen Überblick über bedeutende Bildwerke der Reformationszeit in Oberlausitzer Kirchen.

Ausblick
20.9. Netzwerke oder Filz? Die Zittauer und ihre Familienbande zur Epitaphienzeit, Dr. Lars-Arne Dannenberg
27.9. Was bleibt, was kann weg? Vom Weiterleben mittelalterlicher Heiliger in evangelischen Kirchenräumen
Dr. Peter Knüvener
4.10. Opfer oder Täter? Die Schwenckfelder und die Reformation in Schlesien und der Oberlausitz Margrit Kempgen