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Fr | 11.10.2019 | 11:00 Uhr

Kurzführung durch das Biblische Haus

Görlitz | Biblisches Haus, Neißstraße 29. | Führung

Ab 5. April öffnen die MitarbeiterInnen des Kulturhistorischen Museums freitags 11:00 Uhr auch wieder die Türen des Biblischen Hauses, Neißstraße 29.
Das Biblische Haus ist eines der bedeutendsten deutschen Bürgerhäuser aus der Renaissancezeit in Görlitz. Um 1570 ließ der aus Weimar stammende Waidhändler Hans Heinze das Haus errichten. Namensgebend sind die straßenseitig angebrachten Fassadenreliefs, die Szenen aus dem Alten und aus dem Neuen Testament zeigen. Das Sitznischenportal hebt sich durch die flankierenden Säulen von anderen Görlitzer Portalen dieses Typs ab. Der ehemals vorhandene Giebel fiel 1726 einem Stadtbrand zum Opfer. An der hofseitigen Fassade haben sich Reste einer Sgraffitogestaltung erhalten.
Im Inneren weist das Biblische Haus typische Hallenhausstrukturen auf, von besonderer Schönheit ist die schmale Zentralhalle. Im ersten Zwischengeschoss befindet sich ein prächtiger Renaissancesaal mit einer bemalten Holzbalkendecke. Von einem Vorgängerbau stammt ein ungewöhnlicher, fast quadratischer Gewölberaum im Erdgeschoss. Dessen vier Kreuzgewölbe stützen sich in der Mitte auf einen aus Granit gefertigten Pfeiler mit achteckigem Grundriss.
Tickets zum Preis von 3,50 Euro pro Person sind an der Museumskasse im Barockhaus Neißstraße 30 erhältlich.


Biblisches Haus, Neißstraße 29.
Görlitz