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15.11.2019 - 17.11.2019

Eine Stadt tanzt: Hoy is’ wer da?

Hoyerswerda | Kulturfabrik Hoyerswerda | Diverses

Das neue multimediale Tanz-Theater in zwei Akten mit 65TänzerInnen aus Hoyerswerda im Alter zwischen 8 und 80 Jahren

Ein soziokulturelles Tanz-Projekt der KuFa Hoyerswerda

– Eine Stadt tanzt –

Premiere 15.November 2019
Vorstellungen: 16. & 17.11.2019

Hoy is’ wer da?
Was passiert mit Menschen, die in einer Stadt leben, die von Wegzug geprägt ist. Warum sind sie „noch“ da? Gibt es soziale Verluste und Hoffnungen? Wie geht der Mensch mit sozialer Einsamkeit um? Die Tanzcompagnie der KuFa Hoyerswerda macht sich tänzerisch auf die Suche nach Antworten.
Das Gesamtprojekt besteht aus drei Ebenen, die sich bis zum Aufführungszeitpunkt immer enger verweben.

Ebene 1: Bürger Flashmob
Ab dem Frühjahr 2019 wird die Tanzcompagnie der KuFa in Hoyerswerda an öffentlichen Räumen und Plätzen, wie zum Beispiel im Lausitz-Center, Marktplatz u.Ä. unangekündigte, kurze und choreographierte Tanzszenen performen, um auf die Thematik des neuen Tanzprojektes aufmerksam zu machen.

Ebene 2: Rahmenprojekte + Rauminstallation mit Plastiken, Video und Musik.
Schon beim Betreten der KuFa wird der Zuschauer in die Thematik des Tanzabends eintauchen. In Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Roland Zigan und der Medienwerkstatt der Kufa werden alle öffentlichen Räume der KuFa in eine thematisch strukturierte Installationsfläche umgestaltet. Der Künstler wird eigens dafür neue lebensgroße Plastiken vor Ort anfertigen. Diese bleiben nach dem Projekt der Öffentlichkeit erhalten. Thematisch passende Beiträge der Medienwerkstatt werden ihren Platz finden sowie eine Ausstellung des Fotostammtisch über die Probenarbeit und den Flashmob -Auftritten.

Ebene 3 : Das Tanzstück selbst.
In tänzerischen Portraits wird der persönliche Umgang mit dem Thema der sozialen Vereinsamung im context des immer stärker voranschreitenden Wegzugs von den in Hoyerswerda lebenden Tänzern bearbeitet, die damit sowohl eine Momentaufnahme zeigen, als auch persönliche Wünsche und Hoffnungen formulieren.



Mitwirkende:

Tanzkompagnie der Kulturfabrik
siehe: www.kufa-hoyerswerda.de/workshops/tanz/tanztheater



Projektleitung + Idee, Choreografie + Inszenierung: Stephane Le Breton (Stefan Christian Schiwek)
1986 bis 1993 Studium an der Ballettschule der Oper Leipzig. Abschluss als staatlich anerkannter Bühnentänzer, tanzte als Solist für Birgit Scherzer und andere, namhafte zeitgenössische Choreografen bis 2006. 1998 Choreografie-Studium an der HfS „Ernst Busch“ in Berlin. Seine choreografischen Arbeiten erreichten Nominierungen bei internationalen Wettbewerben wie dem Prix Dom Pérignon des Hamburger Balletts und bei den Stuttgarter Solo-Tanz-Theater-Festivals. Gastierte beim Secret Solo in München, mit verschiedenen abendfüllenden Tanzstücken und spartenübergreifenden Kunstprojekten u.a. am Staatstheater Karlsruhe, Werk 2 Leipzig und der Bühne des Stuttgarter Künstlerbund, sowie mit einer Auftragsarbeit für das Cabildo de Lanzarote im Höhlentheater Jameos del Aqua. Seit 2014 Freiberuflicher Choreograf, Regisseur Concept-Creative battleROYAL Berlin, SLIKK Showacts, TRIVAGO, Palazzo GmbH (Hamburg, Stuttgart, Graz, Nürnberg), Kulturhaus Rüdersdorf, KuFa Hoyerswerda: Eine Stadt tanzt – Manifest (2018)

Komposition + Live Performance: Lih Qun Wong
Die Cellistin wird sowohl Teile der Tanzperformance vertonen, Stücke von Bach und Elgar neu interpretieren, Live auf der Bühne stehen und auch vor der Aufführung in einer 15 minütigen Komposition den Rauminstallationen von Roland Zigan Leben einhauchen. Auf diese Weise wird der Zuschauer, sobald er das Gebäude betritt. Auf die Tanz – Performance eingestimmt.

Projektbegleitende Rauminstallation kreiert und inspiriert vom Dresdner Bildhauer und Künstler Roland Zigan
Das Konzept sieht vor, aller öffentlichen und einsehbaren Bereiche des Bürgerzentrums an den Aufführungsdaten in eine Installationsfläche umzugestalten mit dem Thema: Innere und äußere Leere – was passiert mit Menschen, die in einer Stadt leben, deren Einwohnerzahl sich stetig verringert. Inkl. zwei bis vier lebensgroße Gipsplastiken, die nach Projektende in der KuFa verbleiben sollen.

„Einmaldiewoche“
In vielen zeitlosen Gedichten haben sich die Dichterinnen Else Lasker-Schüler & Hilde Domin, deren unterschiedlichen und starken Persönlichkeiten sich in der Choreografie verbinden, mit Heimat, Entwurzelung, Einsamkeit, Liebe und Hoffnung auseinandergesetzt. Eine Auswahl ihrer Texte bildet den Grundstein der tänzerischen Ausdrucksform im Sinne des bewegten Wortes. Gesprochen und Illustriert von der Theatergruppe der KuFa Hoyerswerda „Einmaldiewoche“

Das Projekt wird gefördert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung