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13.09.2020 - 13.12.2020

„ZEIT – LOS“ Gerhart Lampa (Malerei)/ Barbara Seidl-Lampa (Malerei, Plastik)/ Michael Horwarth (Malerei)

Königshain | Schloss Königshain |

Ich nenne mich Figurenbauerin. Mein Arbeitsmaterial ist Ton, überwiegend verwende ich einfachen rot brennenden Ton wie man ihn für Ziegel verwendet. Zunehmend entstehen auch Acrylbilder, Grafiken (Bleistift), Holzschnitte und Tonfrottagen. Zentrales Thema ist und bleibt der Mensch.
Besonderer Inspirator für mich und meine künstlerische Ausdrucksform war mein Mann Prof. Gerhart Lampa, Maler und Grafiker, mit dem ich 20 glückliche produktive Jahre (bis 2010) verbrachte.
Seit 2 Jahren entstehen handgefertigte Gefäße aus weißem Ton, die durch den Maler und Grafiker Michael Horwath aus Coswig/Meißen mit Unterglasurfarben bemalt werden.

Vita Barbara Seidl-Lampa
1952 in Ruhland geboren,
1971–75 Pädagogikstudium in Güstrow
ab 1980 Beteiligung am Mal-und Grafikzirkel VEB (Leiter H.-D. Hommel)
1989 Übersiedlung nach Mönchengladbach, Beginn kleinplastischer Arbeiten aus Ton
1995 Rückkehr nach Ruhland, Assistentin an der BTU Cottbus-Senftenberg, leben und arbeiten mit Gerhart Lampa (Maler&Grafiker), Ruhland – Großplastiken, menschliche Figuren aus Ton, Malerei, Gründungsmitglied der Künstlergemeinschaft Kreis 07

Ausstellungen und Beteiligungen:
Mönchengladbach, Senftenberg/ Rathaus, Schlossmuseum, Cottbus/ BTU, HS Lausitz, SPD, Schwarzheide BASF, Elsterwerda/ Nadlergalerie, Lübbenau/ Rathaus, Hoyerswerda/Schlossmuseum, Löbau/ Förstervilla, Klettwitz, Quedlinburg, Atelierhof Werenzhain, Gut Geisendorf, Kamenz/Annekirche, Weißwasser/ Kleine Galerie, Dissen, Dresden/Kastenmeiers, Dresden/IFW

Weitere Informationen zur Künstlerin unter: seidl-lampa.wixsite.com/seidl-...

Gerhart Lampa, aufgewachsen an der Elbe auf einem Großbauerngut bei Magde-burg, dann über Schwarze Pumpe in Senftenberg mit all seinen Tagebauumbrüchen gelandet. Seine Bilder spiegeln die Weite der Börde ebenso wieder wie die Erosions-rinnen des Braukohletagebaus. Alles malerisch, trotz der tiefen Risse und Narben, mit großer farblicher Tiefe gestaltet.
Barbara Seidl-Lampa lebte und arbeitete nach der Wende mit Gehart Lampa bis zu seinem Tod zusammen, in Senftenberg und im selbstgeschaffenen Atelier in Ruhland. Ihre Vorliebe für taktiles Arbeiten mit Ton, insbesondere mit rot brennen-dem Ton lässt Figuren unterschiedlicher Größe entstehen, Frauen, Tiere, Fragmentarisches. Aber auch das Spiel mit diversen Materialien, Modezeitungen, Seidenpapier, ausgemusterte Bilder, Pergamentfolien, Spray, Druckfarbe usw. lässt ahnen, dass sie immer noch auf der Suche ist.
Mit Michael Horwath aus Coswig bei Meißen ist sie seit einigen Jahren sehr verbunden und nicht zuletzt verbindet sie das gemeinsame Schaffen von hand-gefertigten Gefäßen, jedes ein Unikat. Während Barbara Seidl-Lampa die Rohlinge mit der Hand formt, bemalt diese Horwath mit Fabelwesen, abstrakten Formen oder Ornamenten.
Doch sein eigentliches Metier ist die Malerei auf Leinwand oder Hartfaser mit eigener Farbrezeptur und selbstgefertigten und bemalten Bilderrahmen. Thematisch bewegt er sich zwischen Themen der Bibel, dem Leben an sich und den Dingen des Lebens auf eine ihm besonderen Ausdrucksweise.
Auch wenn alle diese Werke einer bestimmten Zeit entspringen, wollen sie zeitlos sein und Menschen auch in Zukunft zum Betrachten anregen und zum Zwiegespräch einladen.

Weiter Informationen zum Künstler: www.gerhart-lampa.de

Vita Michael Horwarth

1948 in Zwickau geboren, aufgewachsen in Kamenz
1955-65 Zehnklassenschule, Teilnahme am Malzirkel bei Gottfried Zawadzki (Maler/Grafiker aus Kamenz)
1965-67 Lehre als Betriebsschlosser mit Abitur
1966-69 Wehrdienst
1969-74 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom, wichtigster Lehrer war Herbert Kunze
Studienreisen nach Moskau und Leningrad
Viele Restaurationsarbeiten in mehreren Städten in der DDR, z.B. Berlin, Dresden, Potsdam, Görlitz
1976 eine Tochter – Sara, Künstlerin in Berlin
1978 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR
1981-82 Strafgefangener wegen Verweigerung des Reservedienstes
1988 ständiger Wohnsitz in Coswig bei Dresden
1992 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK)
2002-09 Kursleiter für Druckerei und Modellzeichnen in der Jugendkunstschule Meißen
Studienreisen in die Türkei und nach Israel
Seit 2012 Beschäftigung mit dem Gitarrenspiel
2014-16 Schaffung mehrerer Tafelbilder für den Altar der Evangelische Kirche Ruhland

Ausstellungen:
Über 90 Ausstellungen, z.B. Dresden, Kamenz, Potsdam, Bonn, Cuxhaven, Naumburg, München, Schwarzheide/BASF, Chemnitz
Zur Ausstellung auf Schloss Königshain:
Künstler wollen mit ihren Werken die Zeit überspringen, gleichwohl sie einer ganz spezifischen Zeit angehören und somit auch ihre Bilder.

Veranstalter Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz

Dorfstraße 29
02829 Königshain

Tel. +49 35826 64686

Fax +49 35826 64687


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