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Mi | 16.09.2020 | 17:00 - 18:00 Uhr

Vortrag: nausgetriebn – Der 21. Juni 1945 und die Vertreibung im Zittauer Zipfel (ausgebucht)

Zittau | Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster | Diverses, Vortrag

Vortrag von Dr. Lars-Arne Dannenberg

Der 21. Juni 1945 hat sich tief in das Gedächtnis der Bewohner des Zittauer Zipfels eingebrannt. Erst in den Vormittagsstunden jenes Sommertages erhielten sie den Befehl, ihre Häuser und Wohnungen zu räumen und sich an bestimmten Treffpunkten zu sammeln. Unter Begleitung polnischer Soldaten wurden sie in langen Kolonnen über die Neiße gebracht und dort ihrem Schicksal überlassen. Die meisten von ihnen sollten ihre alte Heimat nie wiedersehen. Der Vortrag begibt sich auf Spurensuche zu den Ereignissen von Flucht und Vertreibung links und rechts der Lausitzer Neiße nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und bezieht auch die Ankunft und Besiedlung durch polnische Siedler mit ein.

6 EUR | 4 EUR ermäßigt

Die Plätze sind begrenzt. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter Angabe der Kontaktdaten möglich. Es gelten die Hygieneregeln des Museumsbetriebs (Abstand, MNS bis zum Platz, Desinfektion).

Zum Projekt „entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft“
Für die Stadt im Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Polen ist das aktuelle Geschehen nicht die erste Erfahrung mit Geflüchteten und deren Integration in die Stadtgesellschaft: Schon 1622 waren evangelische böhmische Glaubensflüchtlinge in die Region gekommen. Auch im Juni 1945 wurden etwa 24.000 Bewohner aus dem „Zittauer Zipfel“ aufgenommen. 1991 kamen wieder Geflüchtete nach Zittau: diesmal zunächst Flüchtlinge vor dem Bürgerkrieg auf dem Balkan, später aus Tschetschenien, Afghanistan, Irak, Eritrea oder Syrien. Vor diesem historischen Hintergrund möchte das Projekt „entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft“ gemeinsam mit den EinwohnerInnen der Stadt Fluchterfahrungen in den verschiedenen Jahrhunderten in den Blick nehmen.

Noch bis zum 18.10.2020 ist die gleichnamige Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster in Zittau zu sehen.

Das Projekt „entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft“, ein Projekt der Städtischen Museen Zittau und der Hillerschen Villa -Soziokultur im Dreiländerreck mit weiteren PartnerInnen, wird gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Veranstalter Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster
Ausweisung aus Kleinschönau am 22.6.1945 (Foto: privat) © 1945

Klosterstraße 3
02763 Zittau

Tel. +49 3583 554790

Fax +49 3583 55479210


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